(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Überlassung und Nutzung der Software „Portfoliomanager“ (nachfolgend „Software“) als Software-as-a-Service (SaaS) Lösung sowie die Erbringung von aufklärenden Krypto-Beratungsdienstleistungen durch den Anbieter.
(2) Das Angebot richtet sich sowohl an Verbraucher (§ 13 BGB) als auch an Unternehmer (§ 14 BGB).
(3) Gegenstand der Beratungsleistung: Der Anbieter erbringt ausschließlich aufklärende Krypto-Beratung und technische Hilfestellung (z. B. bei der Software-Einrichtung oder Wallet-Erstellung). Der Anbieter ist kein Vermögensverwalter. Die finale Ausführung von Transaktionen obliegt stets dem Kunden.
(4) Gegenstand der Software-Leistung: Die Software dient als technisches Interface zur Buchhaltungsvorbereitung und zum Liquiditätsmanagement. Sie aggregiert Transaktionen verschiedener Börsen und erstellt automatisierte Exporte für die buchhalterische Dokumentation. Zudem visualisiert die Software Marktindikatoren. Der Kunde hat die Möglichkeit, in der Software eigenständig Regeln zu definieren, auf deren Basis Käufe und Verkäufe automatisiert an angebundene Handelsplätze übermittelt werden.
(5) Abgrenzung (Aufsichtsrecht): Die Leistungen dienen ausschließlich der edukativen Aufklärung und technischen Umsetzung. Es erfolgt ausdrücklich keine Anlageberatung, Anlagevermittlung oder Finanzportfolioverwaltung, für die eine Erlaubnis nach § 32 Abs. 1 KWG oder § 15 Abs. 1 WpIG erforderlich wäre. Der Anbieter trifft keine eigenen Ermessensentscheidungen über Vermögenswerte des Kunden.
(6) Betrugsprävention: Der Anbieter behält sich strikt vor, den Zugang zur Software zu sperren oder Beratungsleistungen zu verweigern, sofern der begründete Verdacht besteht, dass der Kunde Gelder an unregulierte Dritte, offensichtlich betrügerische Plattformen (Scams) oder Schneeballsysteme transferieren möchte.
(1) Non-Custodial: Der Anbieter hat zu keinem Zeitpunkt Besitz oder Verfügungsgewalt über Kundengelder. Alle Vermögenswerte verbleiben stets auf den eigenen Konten und Wallets des Kunden.
(2) API-Anbindung: Der Kunde gewährt der Software Zugriff auf seine Handelskonten mittels API-Keys. Der Kunde verpflichtet sich, die Berechtigungen der API-Keys strikt auf „Trade-Only“ sowie „Read-Only“ zu beschränken. Die Aktivierung von Auszahlungsrechten (Withdrawals) über die API ist zu unterbinden.
(1) Konfiguration: Der Kunde ist verpflichtet, sämtliche Handelsparameter in der Software völlig eigenständig zu konfigurieren und regelmäßig zu überprüfen. Die Software führt Transaktionen ausschließlich auf Basis dieser vom Kunden vorab definierten Regeln aus.
(2) Überwachung & Steuer: Der Kunde ist verpflichtet, die ausgeführten Transaktionen regelmäßig zu kontrollieren. Die von der Software generierten Export-Dateien (z. B. für DATEV) sind vor der steuerlichen Verwendung durch fachkundige Dritte (z. B. Steuerberater) auf Plausibilität zu prüfen. Der Anbieter leistet keine Steuerberatung.
(1) Die Vergütung erfolgt gemäß dem individuell vereinbarten Vertrag. Es erfolgt keine prozentuale Beteiligung an Gewinnen oder Verlusten (Performance Fee).
(2) Wird eine Ratenzahlung vereinbart, stellt dies lediglich eine Zahlungserleichterung dar. Die Pflicht zur Entrichtung der Gesamtvergütung für die vereinbarte Festlaufzeit bleibt unberührt.
(3) Im Falle des Zahlungsverzugs ist der Anbieter berechtigt, Leistungen vorübergehend einzustellen und den Zugang zur Software zu sperren.
(1) Der Anbieter gewährleistet eine branchenübliche Verfügbarkeit der Plattform. Ausgenommen sind Ausfälle der Cloud-Infrastruktur oder der API der jeweiligen Kryptobörse.
(2) Der Anbieter haftet nicht für die Nicht-Ausführung von Orders, die durch Überlastung der angebundenen Dritt-Handelsplätze (Börsen) verursacht werden.
(1) Marktrisiko: Der Handel mit Krypto-Assets beinhaltet das Risiko eines Totalverlusts. Der Kunde trägt das alleinige Risiko für finanzielle Verluste, die aus Marktschwankungen und seinen in der Software definierten Regeln resultieren.
(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(3) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist in diesem Fall auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Eine Haftung für entgangenen Gewinn ist ausgeschlossen.
(1) Der Vertrag wird für die individuell vereinbarte Festlaufzeit (z. B. 12 Monate) geschlossen.
(2) Verlängerung bei Verbrauchern (B2C): Ist der Kunde Verbraucher (§ 13 BGB), verlängert sich der Vertrag nach Ablauf der Erstlaufzeit auf unbestimmte Zeit und kann jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.
(3) Verlängerung bei Unternehmern (B2B): Ist der Kunde Unternehmer (§ 14 BGB), verlängert sich der Vertrag mangels Kündigung (Frist: 30 Tage zum Laufzeitende) um die ursprüngliche Laufzeit, maximal jedoch um ein weiteres Jahr.
(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde die Software oder Beratung nutzt, um wissentlich an betrügerischen Plattformen (Scams) zu partizipieren oder gegen die Vorgaben aus § 2 verstößt.
(5) Fälligkeit als Schadensersatz: Kündigt der Anbieter den Vertrag außerordentlich aus einem vom Kunden zu vertretenden wichtigen Grund, wird die gesamte restliche Vergütung für die verbleibende Vertragslaufzeit (z. B. noch offene Monatsraten) sofort als pauschalierter Schadensersatz fällig. Der Anbieter lässt sich 10 % für ersparte Aufwendungen anrechnen. Dem Kunden bleibt der Nachweis gestattet, dass ein geringerer Schaden entstanden ist.
(1) Die Parteien behandeln vertrauliche Informationen streng geheim.
(2) Die Datenverarbeitung erfolgt gemäß DSGVO. Details regelt die Datenschutzerklärung.
(1) Widerrufsbelehrung: Wenn Sie Verbraucher sind, haben Sie das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
(2) Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss informieren. Zur Wahrung der Frist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung vor Ablauf der Frist absenden.
(3) Vorzeitiges Erlöschen: Das Widerrufsrecht erlischt bei Dienstleistungen vorzeitig, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen haben, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben haben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch uns verlieren.
(1) Es gilt deutsches Recht. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit hierdurch der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates des gewöhnlichen Aufenthaltes des Verbrauchers gewährte Schutz nicht entzogen wird.
(2) Ist der Kunde Kaufmann oder juristische Person des öffentlichen Rechts, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Geschäftssitz des Anbieters. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
(3) Die EU-Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr. Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
Stand: Juni 2026 | Version 3.0